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12.12.2017 | Senioren-Union
Adventliche Feier der Senioren-Union
Gemeinsames Nachdenken über die Grundlagen des menschlichen Daseins in unruhiger Zeit mit Liedern und Texten jenseits des üblichen Politgeschehens

Die Befürchtung von Eberhard Barth bei der adventlichen Feier der Senioren-Union in der Gaststätte „Zur Hochbrücke“ in Rottweil, „vielleicht haben wir zu viele Lieder für Sie herausgesucht“ war ganz und gar unbegründet. Doch „wo heutzutage eh nicht mehr so viel gesungen wird“, freuten sich die Mitglieder und Freunde der CDU-Vereinigung über die Lieder, die ihnen von Jung auf vertraut sind und die sie gerne mitsangen: Von „Macht hoch die Tür“ bis „Oh du fröhliche“ durchzogen die adventlich-weihnachtlichen Lieder eine Feierstunde, die abseits all der sonstigen Hektik Ruhe und Besinnlichkeit aufscheinen ließ. Begleitet von Markus Banholzer auf der Orgel und teilweise von Alo Kuon mit der Blockflöte: Dass er auch dieses Mal wieder besonders geübt hatte und mit dem Wissen, dass er erst vor gut einem Jahr damit begonnen hatte, sich diesem Instrument anzuvertrauen, fand einmal mehr die Würdigung und das Lob aller Anwesenden.

In Vertretung des wegen Krankheit verhinderten Kreisvorsitzenden Helmut Spreter, aber ganz in seinem Sinne, umrahmten seine beiden Stellvertreter Hugo Bronner und Karl-Heinz Glowalla, die vorweihnachtliche Feier: in dem mit den Weihnachtssternen schön geschmückten Raum und mit den dargereichten „Breetle“, die den passenden Rahmen boten für eine sehr besinnliche, nachdenkliche Stunde. So lösten adventliche Lieder, von Eberhard Barth erzählte Informationen über adventliche Bräuche und zwei Geschichten, die Wolfgang Vater darbot, einander ab und fügten sich zu einer kompakten Gesamtkonzeption, wie sie sensibler und wirkungsvoller nicht hätte sein können. Auch durch die zwischendurch eingestreute Stille, die selbst den Verkehr auf der Straße fast verstummen ließ und die dem Text über das „entschleunigte Leben“  noch mehr Wirkungskraft verlieh.

An einem Vormittag, an dem „ bei der Senioren-Union einmal die Politik nicht im Vordergrund stand“, wie Karl-Heinz Glowalla bei seinem Schlusswort bemerkte. Nicht in dem Sinne, dass über die schwierige politische Lage in Berlin betrifft, sehr wohl aber bei den Grundsätzen, die das Leben als solches berührt und die die Grundlagen alles politischen Tuns zum Inhalt haben: Wenn in der Geschichte von den vier Kerzen vom Frieden, vom Glauben, von der Liebe und von der Hoffnung die Rede war, so verband der stellvertretende SU-Kreisvorsitzende genau diese Begriffe mit dem Dank dafür, „dass wir in Mitteleuropa seit 70 Jahren keinen Krieg mehr haben, im Frieden leben  und uns auch weiterhin dafür mit ganzer Kraft einsetzen wollen, dass dies so bleibt.“ Der Wunsch und die Hoffnung nach einem friedvollen und menschlichen Miteinander – genau da berühren sich die die politischen Anliegen, wie die Senioren-Union sie auf ihre Fahnen geschrieben hat, mit der weihnachtlichen Botschaft, wie sie in dieser Stunde des Advent deutlich geworden ist. Nicht umsonst, so Eberhard Barth in seiner Einführung, „gelten diese Wochen vor Weihnachten als mit die schönsten Zeiten des Jahres.“ Mit der Stille, dem Nachdenken in unruhigen und unsicher scheinenden Zeiten, mit den vier Kerzen des Adventskranzes. 

Und dass die weihnachtlichen Leckereien nicht ganz zu dem Hinweis von Eberhard Barth zu passen schienen, dass die Adventszeit ursprünglich eine Fastenzeit war, wurde dann auch mit einem leichten Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Denn zu der Hoffnung nach dem weihnachtlichen Frieden gehören auch die Freude und die Dankbarkeit „für all das, was wir haben und was uns geschenkt ist und was alles andere als selbstverständlich ist.“ 
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