Mit der Ministerin und dem Bauunternehmer im Gespräch
Die Zukunft des ländlichen Raums hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit bezahlbaren Wohnraums ab. Nur wenn Menschen – insbesondere junge Familien und Fachkräfte – in ihrer Heimat bauen, wohnen und arbeiten können, bleibt die Region dauerhaft attraktiv und leistungsfähig. Vor diesem Hintergrund hat der CDU-Kreisvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion, Stefan Teufel zu einer Dialogveranstaltung in das Logistikzentrum der HECO-Schrauben GmbH & Co. KG eingeladen.
Zu Gast waren mit Nicole Razavi MdL, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, sowie dem Bauunternehmer und stellvertretenden Präsidenten der IHK des Saarlandes, lic. oec. Philipp Gross, zwei ausgewiesene Fachleute aus Politik und Wirtschaft.
Zu Beginn stellte Andreas Hettich das 1888 gegründete Familienunternehmen HECO vor, das heute rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, davon 220 am Standort Schramberg. Der Einblick in die Unternehmensgeschichte verband Tradition, Innovationskraft und Unternehmergeist. Vergleichbare Strukturen prägen auch das Unternehmen von Philipp Gross, das 1885 gegründet wurde, sich heute in vierter Generation befindet, im Saarland verwurzelt ist und enge wirtschaftliche Beziehungen nach Baden-Württemberg pflegt.
Den inhaltlichen Rahmen des Abends setzte Stefan Teufel klar:
„Wir wollen, dass junge Menschen im ländlichen Raum Wohneigentum schaffen können, hier gute Arbeitsplätze finden und langfristig bleiben.“
Ein wesentliches Hemmnis sieht er unter anderem in der hohen Grunderwerbsteuer. Hier spricht sich die CDU für spürbare Entlastungen aus, um Bauen und Eigentumsbildung wieder zu erleichtern.
In der anschließenden Diskussion machten sowohl Ministerin Razavi als auch Philipp Gross deutlich, dass wirtschaftlicher Wohlstand durch Arbeit entsteht – getragen von Mut, Leistungsbereitschaft, unternehmerischer Verantwortung und Freiheit. Zusätzliche Bürokratie, staatliche Überregulierung und Bevormundung seien hingegen kontraproduktiv.
Nicole Razavi betonte: „Unser Ziel ist es, das Recht des Einzelnen am und auf Eigentum zu sichern.“
Mit einer weiterentwickelten Landesbauordnung sollen Genehmigungsverfahren vereinfacht und Bauvorhaben wieder praxistauglich ermöglicht werden. Entscheidend sei ein realitätsnaher Ansatz, der das notwendige Gleichgewicht zwischen Umwelt- und Artenschutz sowie dringend benötigtem Wohnungsbau wahrt.
Die zentrale Botschaft des Abends war eindeutig: Der Staat muss verlässliche und klare Rahmenbedingungen setzen – ohne die Wirtschaft zu bevormunden.
Nur so kann bezahlbarer Wohnraum entstehen und der ländliche Raum als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt werden.
Foto: Landtagsabgeordneter Stefan Teufel, Stefan Hettich, Andreas Hettich, Ministerin Nicole Razavi und der Bauunternehmer Philipp Gross sind sich einig: wirtschaftlicher Wohlstand entsteht durch Arbeit!