Für mehr Pragmatismus, weniger Ideologie
„Wir brauchen mehr Pragmatismus und weniger Ideologie.“ Mit dieser klaren Botschaft brachte es der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Teufel beim Dialog des CDU-Ortsverbandes Villingendorf im Gasthaus „Krone“ auf den Punkt. Seit 20 Jahren vertritt er den Wahlkreis Rottweil im Landtag – „und zwar erfolgreich“, wie CDU-Ortsverbandsvorsitzender Martin Schwellinger in seiner Begrüßung betonte. Wirt und Hausherr „Pit“ Lang lobte die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent – eine wichtige Entlastung für die Gastronomie.
Gleichzeitig warb er, auch aus seiner Tätigkeit bei der DEHOGA heraus, für mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und einen spürbaren Abbau bürokratischer Auflagen. Der hohe Verwaltungsaufwand belaste die Betriebe enorm.
Stefan Teufel zeigte dafür volle Unterstützung: „Unsere mittelständischen Betriebe sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität im ländlichen Raum. Sie brauchen Verlässlichkeit und weniger Bürokratie – keine zusätzlichen Hürden.“
Bildung als Schlüssel für die Zukunft
Neben wirtschaftlichen Fragen nahm die Bildungspolitik breiten Raum in der lebhaften Diskussion ein. Eine Erzieherin sprach die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und die Schnittstelle zwischen Kindergarten und Grundschule an.
Für Stefan Teufel ein zentrales Thema: „Gerade im frühkindlichen Bereich wird Herausragendes geleistet – auch für Integration. Bildung beginnt nicht erst in der weiterführenden Schule.“ Zugleich betonte er, dass staatliche Verantwortung und elterliche Verantwortung zusammengehören: „Nicht alles kann der Staat richten. Familie muss auch wieder mehr Eigenverantwortung leisten“. Sein politisches Petitum: mehr Flexibilität und mehr Wahlfreiheit für Familien. Bedauerlich sei, dass mit dem grünen Koalitionspartner das von der CDU geforderte Familiengeld Baden-Württemberg nicht habe umgesetzt werden können. Dies hätte Familien gezielt gestärkt und ihnen mehr Gestaltungsspielraum gegeben.
Klare Unterschiede in der Wirtschaftspolitik
Deutliche Worte fand Teufel zur Industriepolitik. Die Äußerung des grünen Verkehrsministers im Landtag, er sei froh, wenn in Zuffenhausen einmal keine Autos mehr gebaut würden, sei für ihn völlig unverständlich.
„Baden-Württemberg ist Autoland. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an der Automobilindustrie. Wer sich darüber freut, wenn keine Autos mehr gebaut werden, verkennt die Bedeutung unserer Industrie für Wohlstand und soziale Sicherheit.“
Technologieoffenheit, Innovationskraft und wirtschaftliche Stärke seien die Grundlage für erfolgreiche Klimapolitik – nicht industriepolitische Abgesänge.
Demokratie lebt vom Dialog
Zum Auftakt betonte Bürgermeister Marcus Türk, dass solche Gesprächsformate ein Zeichen funktionierender Demokratie seien. Politik müsse den direkten Austausch suchen – und auch kontroverse Diskussionen aushalten.
Der anhaltende Applaus der Besucher zeigte: Das Format kommt an.
Der Frühschoppen in Villingendorf machte deutlich, wofür Stefan Teufel steht:
für Maß und Mitte, für wirtschaftliche Vernunft, für starke Familien, und für eine Politik, die zuhört und handelt.